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Ich bin

wieder zu Hause!!

Das war eine vollgepackte ereignisreiche Woche.
Es fing schon Dienstag an als ich in Ddf auf dem Weg zur Klinik war, auf den Laubändern der U-Bahn Anzeigentafeln stand nichts gutes ................... Donnerstag streiken die Busse und Bahnen!! Na super, ausgerechnet an dem Tag an dem ich ins Krankenhaus musste!
Nun gut, es half nichts, es musste ein Notfallplan her.  Mittwoch wurde deswegen noch lange telefoniert bis alles geklärt war. Der Katzensitter bekam seine letzten Anweisungen und dann ging es ans Tasche packen. Es wurde nur das allernotwendigste gepackt, schließlich musste ich Donnerstag morgen die Tasche in einem 20 minütigem strammen Fußmarsch selbst tragen ..................... es fuhren ja Busse und Bahnen nicht und die S-Bahn Station liegt nun mal nicht um die Ecke. Auf ein Taxi zu warten, oder eventuell erst gar keins zu bekommen, war mir dann zu riskant, also lieber laufen.
Um kurz nach 6 ging meine Reise los. In Ddf musste ich noch einmal umsteigen. Am Zielbahnhof angekommen wartete schon mein Sohn, von dort half er mir mit der doch etwas schweren Tasche bis zum Krankenhaus.
Wir sind dann erst noch in aller Ruhe einen Kaffee trinken gegangen, bis 8 Uhr hatten wir noch ein halbes Stündchen Zeit.
Punkt 8 fing dann der Krankenhausaufenthalt an.
Anmeldung ......... Zimmer gezeigt bekommen, Tasche abstellen ........... gleich ab  zur Blutabnahme ............. fertig? gut dann bitte auf die nächste Etage, EKG ............ zwischendurch wurde der Blutdruck gemessen, Urinprobe abgegeben ................ dann ging es wieder einmal in die Nuklearmedizin um den Wächterlymphknoten zu ermitteln, nach drei kleinen Einspritzstellen hieß es dann nach 2 Stunden wieder hier sein ........... 2 Stunden Pause?? denkste, ab zur Narkosebesprechung, Formular ausfüllen und warten bis man dran war .................. zurück auf der Station, eine ganz kleine Verschnaufpause, dann wieder in die Nuklearmedizin, ab in die Röhre ................ zurück auf dem Zimmer bekam ich gleich mein Mittagessen, man hatte es mir warm gestellt ............. kaum angefangen stand schon wieder eine Ärztin da, bitte mitkommen ............... das war es dann mit warmem Essen ............. sie stellte nicht nur Fragen, sie wollte auch noch etwas Blut von mir ................. das Essen war danach nicht mehr warm, aber der Hunger trieb es rein .............. danach hieß es gleich bereit halten, es geht gleich mit einem Sammeltaxi in die Brustklinik ............... zu viert wurden wir dann dorthin gefahren, dort erwartete uns dann die Ärztin die uns am nächsten Tag operieren wollte und nach einer kleinen Untersuchung hieß es dann wieder aufs Taxi warten und zurück ins Krankenhaus ................. aber wer schon mal an einem Tag wo die Bahnen streiken mit einem Auto in der Stadt unterwegs war kann sich vorstellen wie die Hin und Rückfahrt war, laaaaangsam ging es voran .................. endlich wieder im Krankenhaus angekommen stand auch schon das Abendessen bereit ................ danach war ich nur noch kaputt und man mag es kaum glauben, kurz nach 8 Uhr war das Licht auf unserem Zimmer aus und wir haben geschlafen.

Freitag Morgen war dann die OP, der Wächterlymphknoten wurde entfernt, ich brauchte Gott sei Dank nicht lange warten, kam als zweites dran. Recht schnell war ich wieder auf dem Zimmer, ein bis zwei Stunden später durfte ich gleich aufstehen und als erstes habe ich dieses komische Krankenhaushemd ausgezogen. An diesem Tag habe ich sehr viel geschlafen, dazwischen immer wieder etwas gelesen. Zu essen gab es nichts und leider auch nichts zu trinken, wie gut das ich vom Vortag noch etwas Wasser in meiner Flasche hatte, ich durfte mich nur nicht erwischen lassen.
Abends habe ich dann mal nachgefragt ob man mir nicht wenigstens eine Tasse Kaffee geben könnte ............. n e i n!!! Son Mist!!!! Hunger hatte ich ja keinen, aber ich hatte soooooo einen Kaffeedurst!
Die Nachtschwester hatte dann Mitleid mit mir und hat extra für mich eine Tasse Kaffee aufgesetzt, boah war das gut! Danach kehrten meine Lebensgeister zurück und auch die Schwester bestätigte mir das ich gleich wieder etwas mehr Farbe im Gesicht hatte.
Danach konnte ich selig von einem leckeren Frühstück am nächsten Morgen träumen.

Samstag Morgen habe ich dann angefangen zu nerven wann ich denn raus kann, das hatte ich ja gleich Donnerstag mit der Ärztin besprochen, das ich nicht länger als nötig im Krankenhaus bleiben möchte. Ich habe zwar noch die Drainage drin und die Flasche ist mein ständiger Begleiter, aber dazu muss ich ja nicht unbedingt im Krankenhaus liegen. Mein grösstes Problem weshalb ich raus wollte ist meine Verdauung, am Donnerstag nicht, am Freitag nicht und Samstag im Krankenhaus auch nicht, aber kaum war ich eine halbe Stunde zu Hause hat mein Darm wieder gearbeitet!!

Die Katzen waren erst sehr zurückhaltend als ich wieder  zu Hause war, aber haben sich schon sehr bald ihre Streicheleinheiten abgeholt.  Anna hat mich nicht mehr aus den Augen gelassen, egal wohin ich bin, ihr Blick hat mich verfolgt. Die erste Nacht zu Hause hat mit der Flasche auch wunderbar geklappt, die Katzen haben sich vorbildlich benommen, kein Zoff oder Zank wer wo liegen darf, jeder kannte seinen Platz.

Ich bin froh wieder zu Hause zu sein und in meinem eigenen Bett schlafen zu können.

Martina 07.02.2010, 12.14

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Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Follygirl

Schön, wieder von Dir zu lesen .
Da hast Du aber so einiges hinter Dir. Kann ich gut verstehen... nur schnell wieder nach Hause.
Ich hoffe, daß es Dir ganz bald wieder besser geht - laß Dich von den Katzen verwöhnen.
Ganz liebe Grüße, Petra :)

vom 07.02.2010, 20.06
Antwort von Martina:

Das kann ich Dir sagen, so schnell wie möglich nach Hause ............ und die letzten Stunden am Samstag, die zooogen sich vielleicht hin! Es geht mir ja auch jetzt schon sehr gut, ich habe halt nur noch die Drainage drin, aber desto mehr ich mich schone, desto schneller bin ich die wieder los.
Lieben Gruß von Martina

2. von christiane

Liebe Martina, auch von mir die besten Wünsche für Dich und alles Gute. Da hast Du ja drei aufregende Tage gehabt. Schön das Du jetzt wieder zu Hause bist und die Tiere freuen sich bestimmt, das sie Dich wiederhaben. Mach es gut und melde Dich mal. Übrigens, Strickanleitungen für Mützen findest Du im Internet unter "Mützen stricken - über Google suchen. Da sind schöne Seiten von Junghans drin mit Anleitungen zum Herunterladen.
Liebe Grüße und toi,toi,toi
von Christiane.

vom 07.02.2010, 16.35
Antwort von Martina:

Oh man, ich kann Dir gar nicht sagen wie froh ich bin wieder zu Hause zu sein. Fenster putzen, Gardinen waschen und Böden wischen sind zwar im Moment noch tabu, nur wenn ich mich auch wirklich ausruhe kann die Wunde schnell heilen und die Drainage möchte ich ja so schnell wie möglich loswerden.
Nach den Anleitungen werde ich dann mal in den nächsten Tagen schauen, zur Zeit bin ich ein sehr spannendes Buch am lesen welches ich im Krankenhaus angefangen habe.
Lieben Gruß von Martina

1. von SabineLi

Ui, Martina, das war aber recht turbolent.
Gut dass Du am Samstag wirklich raus konntest.

Ist es ok für Dich, wenn ich Dich bei mir verlinke und auch mal auf Beiträge von Dir aufmerksam mache?
Ich finde es ganz toll, wie routiniert Du mit dieser Erkrankung umgehst.
Ich denke es ist für andere Menschen mit ähnlicher Erkrankung gut zu sehen, dass man auch selbstbestimmt mit Chemo und Co umgehen kann.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!
LG Sabine

vom 07.02.2010, 12.59
Antwort von Martina:

Hallo Sabine,
klar kannst Du meine Seite gerne bei Dir verlinken und auf die Beiträge aufmerksam machen. Ich schreibe ja alles so öffentlich in meinem Blog damit andere Frauen sehen wie wichtig es trotz Vorsorgeuntersuchungen ist selbst abzutasten und das man dann trotz des Ergebnisses nicht den Kopf in den Sand stecken sollte.
Dann möchte ich den Angehörigen, Freunden oder auch Kollegen damit zeigen wie man mit einer Brustkrebspatientin umgehen sollte, wir wollen kein Mitleid. Was gut tut wenn man reden kann, vielleicht sich auch mal ausheulen kann. Wir haben etwas in unserer Brust was dort nicht hingehört, aber wir sind nicht "krank" im Sinne von kranksein, deshalb wollen wir auch so normal wie möglich behandelt und nicht bemitleidet werden.
Klar tut es gut wenn man gute Wünsche bekommt, wenn einem die Daumen gedrückt werden, wenn an einen gedacht wird während einer Behandlung, aber es hilft nicht wenn man sagt du tust mir leid, nein, dann lieber sagen sei tapfer, sei stark, das hilft mehr.
Ich hoffe zumindest das ich ein klein wenig mit meinen Beiträgen das erziele was ich erreichen möchte.

Ich wünsche Dir einen angenehmen Wochenstart.
Liebe Grüße von Martina

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Ingrid
Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr und lass dir ganz liebe Grüße hier.
Ingrid
3.1.2017-20:59
Katrin
Willkommen Martina! Ganz liebe Grüße von Katrin / Naturfasern :)

Liebe Katrin, vielen Dank. Ich wurschtel mich so langsam durch und muss erst mal alles kennenlernen.
Lieben Gruß von Martina (auch von den Felltigern)
20.1.2008-8:06